Mein Herz dichtet ein Lied mit Fleiss, SWV 142 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2019-05-05)   CPDL #54142: 
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 68 kB   
1661 Version: (MS (OS)       Score information: A4, 2 pages, 77 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2019-05-05).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling. MusicXML source file is in compressed .mxl format.
  • (Posted 2017-08-25)   CPDL #46069:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-08-25).   Score information: A4, 1 page, 36 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Mein Herz dichtet ein Lied mit Fleiss, SWV 142
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 45
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 45
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 46
Description: Psalm 45 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 45.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Mein Herz dichtet ein Lied mit Fleiß
Vom König, der regieret,
Der edle Schreiber, Gottes Geist,
Mein Zung zum Griffel führet,
Kein Menschenkind
man schöner findt,
Holdselig sein
die Lippen dein,
Gsegnet in allen Dingen.
Du Held, gürt an die Seit dein Schwert,
Rüst dich, dir muss gelingen
In deinem Schmuck so wert,

2  Zeuch einher der Wahrheit zu gut,
Bei Recht schütz den Elenden,
Dein rechte Hand, die Wunder tut,
Werd Kund an allen Enden,
Dein scharfe Pfeil
Fällen in Eil,
Bringn unter dich
Völker, die sich
Ergeben deiner Gnade,
Dein Stuhl, o Gott, bleibt ewiglich,
Deins Reichs Szepter gerade
Schirmt Wahrheit und Gericht.

3  Du liebest die Gerechtigkeit,
Tust den Gottlosen fällen,
Drum salbt dich Gott mit Öl der Freud,
Mehr denn all dein Gesellen.
O Gott von Art,
Dein Menschheit zart
Mit göttlichr Füll
Ohn Maß und Ziel
Gar herrlich ist gezieret,
Dein Kleid wie Myrrhen lieblich reucht,
Dein Wort zum Leben führet,
Dem sich kein Schatz vergleicht.


 

4  Du trittst in deiner Pracht herfür
Aus deim göttlichen Throne.
Königs Töchter begegnen dir
In deim Zierrat so schöne,
Die Braut steht g'schmückt
Im güldnen Stück
Zur Rechten dein,
Hör, Tochter mein,
Schau drauf und neig dein Ohren,
Vergiss deins Volks und Vaters Haus,
Der Herr hat dich erkoren,
Du bist schön überaus.

5  Er ist dein Herr und Bräutgam wert,
Du sollst für ihm anbeten,
Von Heiden wird der hoch geehrt,
Mit Gaben sie hertreten,
Die Reichen stehn
Für dir mit Flehn,
Ganz schön herrlich
Ist inwendig
Des Königs Braut gezieret,
Ihr Schmuck von lauterm Gold bereit,
Zum König man sie führet
Im schön gestickten Kleid.

6  Jungfrauen, die ihr Gspielen sind,
Führt man ihr nach im Gleite
Ins Königs Palast, da man find
Die Füll der Wonn und Freude,
An Eltern Statt
Sie Kinder hat
Zu Fürsten bstellt
In aller Welt,
Ich will dein Namen ehren,
Kindskind soll sein vergessen nicht,
Völker dein Lob vermehren
Immer und ewiglich.

German.png German text

Original spelling:
1  Mein Herz tichtet ein Lied mit Fleiß
Vom König, der regieret/
Der edle Schreiber/ Gottes Geist/
Mein Zung zum Griffel führet/
Kein Menschenkind
man schöner find
Holdselig seyn
die Lippen dein/
Gsegnet in allen Dingen.
Du Held, gürt an die Seit dein Schwert/
Rüst dich, dir muß gelingen
In deinem Schmuck so wert.

2  Zeuch einher der Warheit zu gut/
Bey Recht schütz den Elenden/
Dein rechte Hand/ die Wunder thut/
Werd Kund an allen Enden.
Dein scharffe Pfeil
Fellen in Eil/
Bringn unter dich
Völcker, die sich
Ergeben deiner Gnade.
Dein Stuel/ O Gott, bleibt ewiglich/
Deins Reichs Scepter gerade
Schirmt Warheit und Gericht. :/:

3  Du liebest die Gerechtigkeit/
Thust den Gottlosen fellen/
Drumb salbt dich Gott mit Oel der Freud
Mehr denn all dein Gesellen.
O GOtt von Art,
Dein Menschheit zart/
Mit göttlichr Füll
Ohn Maß und Ziel
Gar herrlich ist gezieret/
Dein Kleid wie Myrrhen lieblich reucht/
Dein Wort zum Leben führet/
Dem sich kein Schatz vergleicht. :/:


 

4  Du trittst in deiner Pracht herfür
Aus deim göttlichen Throne/
Königs Töchter begegnen dir
In deim Zierrath so schöne/
Die Braut steht gschmückt
Im güldnen Stück
Zur Rechten dein.
Hör, Tochter mein,
Schaw drauff und neig dein Ohren/
Vergiß deins Volcks und Vaters Haus,
Der HErr hat dich erkoren/
Du bist schön überaus. :/:

5  Er ist dein HErr und Breutgam wert/
Du solt für ihm anbeten.
Von Heyden wird der hoch geehrt/
Mit Gaben sie hertreten/
Die Reichen stehn
Für dir mit Flehn.
Gantz schön herrlich
Ist inwendig
Des Königs Braut gezieret/
Ihr Schmuck von lauterm Gold bereid/
Zum König man sie führet
Im schön gestickten Kleid. :/:

6  Jungfrawen, die ihr Gspielen sind/
Führt man ihr nach im Gleite
Ins Königs Pallast/ da man find
Die Füll der Wonn und Frewde,
An Eltern Statt
Sie Kinder hat
Zu Fürsten bstellt
In aller Welt.
Ich will dein Namen ehren/
Kindskind sol sein vergessen nicht/
Völcker dein Lob vermehren
Immer und ewiglich. :/:

German.png German text

Verses provided by the Blankenburg edition with sometimes altered wording and pre-1996 spelling:
1  Mein Herz dichtet ein Lied mit Fleiß vom König, der regieret,
der edle Schreiber, Gottes Geist, mein Zung zum Griffel führet,
kein Menschenkind man schöner findt, holdselig sein die Lippen dein,
g'segnet in allen Dingen. Du Held, gürt an die Seit dein Schwert,
rüst dich, dir muß gelingen in deinem Schmuck so wert.

2  Zeuch einher der Wahrheit zugut, durch Recht schütz den Elenden,
dein rechte Hand, die Wunder tut, wird kund an allen Enden,
dein scharfe Pfeil fällen in Eil, bring´n unter dich Völker, die sich
ergeben deiner Gnade. Dein Stuhl, o Gott, bleibt ewiglich,
deins Reichs Szepter gerade schirmt Wahrheit und Gericht.