Lasst uns Gott, unserm Herren, SWV 216 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-05)  CPDL #59523: 
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 57 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 68 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-05).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-09-23)  CPDL #46471:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-23).   Score information: A4, 1 page, 34 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.
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General Information

Title: Lasst uns Gott, unserm Herren, SWV 216
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 118
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 118
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 118
Description: Psalm 118 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 118.

German.png German text

Modernized spelling:
1  1. Lasst uns Gott, unserm Herren,
Danken in Ewigkeit,
Denn er ist freundlich sehre
Und gnädig allezeit,
Ewig sein Güte währt,
Das soll Israel preisen,
Rühmen mit allem Fleiße
Sein Gnad, die nicht aufhört.

2  Aarons Haus soll sagen:
Sein Güt währt ewiglich,
Die nach dem Herren fragen
Und für ihm scheuen sich,
Die sollen allezeit
Mit fröhlichem Gemüte,
Preisen des Herren Güte,
Sie währt in Ewigkeit.

3  In meiner Angst so schwere
Rief ich den Herren an,
In Gnad er mich erhöret,
Sein Trost zu Hülf mir kam,
Weil denn der Herr mit mir,
Was sollten Menschen können,
Die nach meim Unfall rennen?
Ich fürcht mich nichts dafür.

4  Der Herr zur Seit mir stehet,
Hilft mir aus aller Not,
Ich will mein Lust noch sehen
An meiner Feinde Rott,
Der Herr niemand verlässt,
Drum keinem Menschen trauen,
Auf Gott allein fest bauen,
Das ist das Allerbest.

5  Gott trauen allermaßen
Ist gar ein köstlich Ding,
Auf Fürsten sich verlassen,
Gar selten wohl gelingt,
Der Heiden grausam viel
Ringst umher mich umgeben,
Im Namen Gottes eben
Ich sie zuhauen will.

6  Ich will recht auf sie schirmen
Im Namen meines Herrn,
Die wie die Bienen schwärmen
Allenthalb um mich her,
Sie wolln mich alle gern
Wie Feur in Dornen dämpfen,
Wider sie will ich kämpfen
Im Namen meines Herrn.

7  Ich soll zu Boden fallen,
Man stößt auf mich mit Macht,
Gott aus den Nöten allen
Mir hilft, nimmt mich in acht,
Er ist mein Stärk und Kraft,
Ich lass den Psalter klingen,
Will meinem Gott lobsingen,
Mein Heiland Hülf mir schafft.

8  In Hütten der Gerechten
Singt man ein Freudenlied
Von unsers Gottes Rechten,
Die alle Feind bestritt,
Sie führt allzeit den Krieg,
Gotts rechte Hand erhoben,
Die wir mit Dank hoch loben,
Behält endlich den Sieg.


 

9  Darum werd ich nicht sterben,
Werd leben allezeit
Und rühmen stets den Herren,
der mir sein Hülf erzeigt.
Gott hält mich in der Zucht
Mit väterlicher Rute,
Gibt mich doch nicht dem Tode,
Mein Bests er allweg sucht.

10  Lasst mir weit offen stehen
Die Tor der Grechtigkeit,
Dass ich hinein mög gehen,
Zu danken Gott bereit,
Das ist des Herren Pfort,
Da eingeht das Geschlechte
Der Frommen und Gerechten,
Und hören Gottes Wort.

11  Ich dank dir innigliche,
Dass du, mein Herr und Gott,
Mich demütigst und züchtigst,
Wenn du mich führst in Not,
Vergisst doch meiner nicht,
Dein große Treu und Gnade
Kommt mir gar bald zu statte
Und hilft mir mächtiglich.

12  Die Bauleut han verworfen
Den Stein aus Frevelmut,
Als ob sie nicht dörften,
Der doch ist köstlich gut
Zum Eckstein zugericht,
Vom Herren ist's geschehen,
Muss als ein Wunder stehen
Für unserm Angesicht.

13  Das ist der Tag der Freuden,
Den Gott hat zubereit,
Lasst uns denselben feiern
In Freud und Fröhlichkeit,
O Herr, hilf durch dein Güt,
O Herr, lass wohl gelingen,
So wolln wir fröhlich singen,
Dein Lob verschweigen nicht.

14  Gelobt sei, der da kommet
Im Namen unsers Herrn,
Gesegnet seid, ihr Frommen,
Die ihr ihm dienet gern.
Christus der Herr ist Gott,
Sein Wort tut uns erfreuen,
Drum schmückt das Fest mit Maien
Gar schön an allem Ort.

15  Von Herzen ich Dank sage
Dir, o mein treuer Gott,
Mein Gott, ich will all Tage
Dich preisen immerfort,
Dem Herrn dankt allzugleich,
Denn er ist freundlich sehre,
Sein Güt ewiglich währet,
Bringt uns ins Himmelreich.

German.png German text

Original spelling:
1  1. Laßt uns Gott/ unſerm Herren/
Danken in Ewigkeit/
Denn er iſt freundlich ſehre
Und gnädig allezeit/
Ewig ſein Güte währt/
Das ſoll Iſrael preiſen/
Rühmen mit allem Fleiße
Sein Gnad/ die nicht auffhört.

2  Aarons Haus ſoll ſagen:
Sein Güt währt ewiglich/
Die nach dem Herren fragen
Und für ihm ſcheuen ſich/
Die ſollen allezeit
Mit fröhlichem Gemüte/
Preiſen des Herren Güte/
Sie währt in Ewigkeit.

3  In meiner Angſt ſo ſchwere
Rief ich den Herren an/
In Gnad er mich erhöret/
Sein Troſt zu Hülf mir kam/
Weil denn der Herr mit mir/
Was ſollten Menſchen können/
Die nach meim Unfall rennen?
Ich fürcht mich nichts dafür.

4  Der Herr zur Seit mir ſtehet/
Hilft mir aus aller Not/
Ich will mein Luſt noch ſehen
An meiner Feinde Rott/
Der Herr niemand verläßt/
Drum keinem Menſchen trauen/
Auf Gott allein feſt bauen/
Das iſt das Allerbeſt.

5  Gott trauen allermaßen
Iſt gar ein köſtlich Ding/
Auf Fürſten ſich verlaſſen/
Gar ſelten wohl gelingt/
Der Heiden grauſam viel
Ringſt umher mich umgeben/
Im Namen Gottes eben
Ich ſie zuhauen will.

6  Ich will recht auff ſie ſchirmen
Im Namen meines Herrn/
Die wie die Bienen ſchwärmen
Allenthalb um mich her/
Sie wolln mich alle gern
Wie Feur in Dornen dämpfen/
Wider ſie will ich kämpfen
Im Namen meines Herrn.

7  Ich ſoll zu Boden fallen/
Man ſtößt auff mich mit Macht/
Gott aus den Nöten allen
Mir hilft/ nimmt mich in acht/
Er iſt mein Stärk und Kraft/
Ich laß den Pſalter klingen/
Will meinem Gott lobſingen/
Mein Heiland Hülf mir ſchafft.

8  In Hütten der Gerechten
Singt man ein Freudenlied
Von unſers Gottes Rechten/
Die alle Feind beſtritt/
Sie führt allzeit den Krieg/
Gotts rechte Hand erhoben/
Die wir mit Dank hoch loben/
Behält endlich den Sieg.


 

9  Darum werd ich nicht ſterben/
Werd leben allezeit
Und rühmen ſtets den Herren/
der mir ſein Hülf erzeigt.
Gott hält mich in der Zucht
Mit väterlicher Rute/
Gibt mich doch nicht dem Tode/
Mein Beſts er allweg ſucht.

10  Laßt mir weit offen ſtehen
Die Tor der Grechtigkeit/
Daß ich hinein mög gehen/
Zu danken Gott bereit/
Das iſt des Herren Pfort/
Da eingeht das Geſchlechte
Der Frommen und Gerechten/
Und hören Gottes Wort.

11  Ich dank dir innigliche/
Daß du/ mein Herr und Gott/
Mich demütigſt und züchtigſt/
Wenn du mich führſt in Not/
Vergißt doch meiner nicht/
Dein große Treu und Gnade
Kommt mir gar bald zu ſtatte
Und hilft mir mächtiglich.

12  Die Bauleut han verworfen
Den Stein aus Frevelmut/
Als ob ſie nicht dörften/
Der doch iſt köſtlich gut
Zum Eckſtein zugericht/
Vom Herren iſt's geſchehen/
Muß als ein Wunder ſtehen
Für unſerm Angeſicht.

13  Das iſt der Tag der Freuden/
Den Gott hat zubereit/
Laßt uns denſelben feiern
In Freud und Fröhlichkeit/
O Herr/ hilf durch dein Güt/
O Herr/ laß wohl gelingen/
So wolln wir fröhlich ſingen/
Dein Lob verſchweigen nicht.

14  Gelobt ſei/ der da kommet
Im Namen unſers Herrn/
Geſegnet ſeid/ ihr Frommen/
Die ihr ihm dienet gern.
Chriſtus der Herr iſt Gott/
Sein Wort tut uns erfreuen/
Drum ſchmückt das Feſt mit Maien
Gar ſchön an allem Ort.

15  Von Haertzen ich Dank ſage
Dir/ o mein treuer Gott/
Mein Gott/ ich will all Tage
Dich preiſen immerfort/
Dem Herrn dankt allzugleich/
Denn er iſt freundlich ſehre/
Sein Güt ewiglich währet/
Bringt uns ins Himmelreich.