Himmelhoch (Huub de Lange)

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Editor: Huub de Lange (submitted 2009-11-17).   Score information: A4, 87 pages, 2.15 MB   Copyright: Personal
Edition notes: Full score including instrument parts.

General Information

Title: Himmelhoch
Composer: Huub de Lange
Lyricists: Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller and Matthias Claudius

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SecularLied

Language: German
Instruments: Symphony Orchestra

Published: 2009

Description: See also Myrte Lieder

External websites:

Original text and translations

German.png German text

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin, dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn!

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin, dahin,
Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn!

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg.
In Hoehlen wohnt der Drachen alte Brut.
Es stuerzt der Fels und über ihn die Flut.
Kennst du ihn wohl?
Dahin, dahin
Geht unser Weg.
O Vater, lass uns ziehn!

(Goethe/ ‘Mignon’)

Über allen Gipfeln ist Ruh,
In allen Wipfeln spürest du
kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur,
Balde ruhest du auch.

(Goethe/’Abendlied’)

Noch in meines Lebens Lenze
War ich, und ich wandert' aus,
Und der Jugend frohe Tänze
Liess ich in des Vaters Haus.

All mein Erbtheil, meine Habe
Warf ich fröhlich glaubend hin,
Und am leichten Pilgerstabe
Zog ich fort mit Kindersinn

Denn mich trieb ein mächtig Hoffen
Und ein dunkles Glaubenswort,
Wandle, rief's, der Weg ist offen,
Immer nach dem Aufgang fort.

Bis zu einer goldnen Pforten
Du gelangst, da gehst du ein,
Denn das Irdische wird dorten
Himmlisch, unvergänglich sein.

Abend ward's und wurde Morgen,
Nimmer, nimmer stand ich still;
Aber immer blieb's verborgen,
Was ich suche, was ich will.

Berge lagen mir im Wege,
Ströme hemmten meinen Fuss,
Über Schlünde baut' ich Stege,
Brücken durch den wilden Fluss.

Und zu eines Stroms Gestaden
Kam ich, der nach Morgen floss;
Froh vertrauen seinem Faden,
Werf' ich mich in seinen Schooss.

Hin zu einem grossen Meere
Trieb mich seiner Wellen Spiel;
Vor mir liegt's in weiter Leere,
Näher bin ich nicht dem Ziel.

Ach, kein Steg will dahin führen,
Ach, der Himmel über mir
Will die Erde nicht berühren,
Und das Dort ist niemals hier!

(Schiller/’Der Pilgrim’)

Du Menschenkind, sieh um dich her…
Und weisst du eine Lehre,
Die grösser und die tröstlicher
Für uns hienieden wäre?

Dort, wo die Siegespalmen wehn,
Ist Sein nur, ist kein Werden,
Kein Sterben und kein Auferstehn,
Wie hier bei uns auf Erden.

Dort freun sie ewig ewig sich,
Ist ewig Licht und Friede,
Das Leben quillt dort mildiglich
Aus sich, und wird nicht müde.

Doch dieser Unterwelt ist nicht
Solch glorreich Los gegeben;
Hier ist ohn Finsternis kein Licht,
Und ohne Tod kein Leben.

(Claudius/ ‘Sterben und Auferstehen’ (first 4 strophes))