Bundeslied (Friedrich Silcher)

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Editor: Nikolaus Hold (submitted 2019-01-07).   Score information: A4, 1 page, 32 kB   Copyright: CC BY NC
Edition notes: From Volkslieder, gesammelt und für vier Männerstimmen gesetzt, Tübingen 1902. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Bundeslied
Composer: Friedrich Silcher
Lyricist: Aloys Schreibercreate page

Number of voices: 4vv   Voicing: TTBB
Genre: SecularPartsong

Language: German
Instruments: A cappella

Published:

Description:

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Original text and translations

German.png German text

Hehr und heilig ist die Stunde,
Brüder, die uns hier vereint
zu dem großen, schönen Bunde,
dem der Stern der Liebe scheint.
Zeiten kommen, Zeiten gehen,
unser Bund, er wird bestehen.

Dem Vergänglichen ergeben
ist der Menschen nied'rer Sinn,
unser Wollen, unser Streben
geht auf bleibenden Gewinn.
Vieles wird dem Tag zum Raube,
aber nimmer unser Glaube.

3. An das Irdische gekettet
ist der menschliche Geschlecht,
Liebe nur und Hoffnung rettet
das verlorne Götterrecht.
In den Sternen ist's geschrieben:
hoffen sollen wir und lieben.

Nicht der Eid ist's, der uns bindet,
Herzen knüpft ein höh'res Band,
was die Stunde bringt, verschwindet
in des Lebens Unbestand.
Alles weicht aus seinen Schranken,
unser Wille kann nicht wanken.

Alles Wahre, Schöne, Gute
kommt uns von der Erde nicht,
mit des Adlers kühnem Mute
blicken wir ins Sonnenlicht.
Die nicht um Gemeines ringen,
kann auch das Geschick nicht zwingen.

Brüder, bietet euch die Hände,
die ihr euch dem Bund geweiht,
ohne Anfang, ohne Ende,
wie der Ring der Ewigkeit.
Die den Preis des Lebens kennen,
mag das Irdische nicht trennen.

Von der Erde reicht die Kette
zu des Schöpfers Flammenthron,
aber aus dem Kreise trete,
wer nur buhlt um schnöden Lohn.
Unser Tagewerk vergelten
muss der Meister aller Welten.