Psalm 2 (Ulenberg) (Christoph Dalitz)

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  • (Posted 2016-10-16)   CPDL #41451:   
Editor: Christoph Dalitz (submitted 2016-10-16).   Score information: A4, 3 pages, 65 kB   Copyright: CC BY SA
Edition notes: German version with the original text by Ulenberg from 1583. English version available from the external website below.

General Information

Title: Psalm 2 (Ulenberg)
Composer: Christoph Dalitz
Lyricist: Caspar Ulenberg

Number of voices: 3vv   Voicing: SAT
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 2016

Description: Polyphonic three part setting with cantus firmus in the bottom part.

External websites: http://music.dalitio.de/choir/dalitz/ulenberg-psalter/index.html#psalm2

Original text and translations

German.png German text

by Caspar Ulenberg 1583

Warum empören sich die Heiden / Und wüten so von allen Seiten /
Sind ungestümes Grimmen voll? Die Leut gehn um mit losen Ränken /
Tun eitel Ding mit List erdenken / Das ihn' doch nicht gelingen soll.

König' der Welt sich hart verbünden / Die Fürsten sich zusammen finden /
Und gehn zu Hauf mit bitterm Mut: Sie halten Rat, tun heimlich toben /
Wider den lieben Gott hieroben / Und wider seinen G'salbten gut.

Sie sprechen zwar mit Unverstande / Lasst uns zerreißen ihre Bande /
Und abtun alle G'horsamspflicht. Lasst uns ohn' Aufzug langer Weile /
Von uns hinwerfen ihre Seile / Und ihr Joch länger leiden nicht.

Der Herr wird diese Bubenrotten / Höhnlich belachen und verspotten /
Der oben wohnt im hohen Trohn. Er wird einmal mit schwerer Stimme /
In sei'm Zorn und gerechten Grimme / Sie hart zuschrecken greifen an.

Ich aber bin von Gott allmächtig / Gemacht zum König ehrenprächtig /
Auf Sion heilgem Berge sein: Da will ich seinen Willen lehren /
Wie mir gesaget ist vom Herren: Du bist der liebste Sohne mein:

Heut hab' ich dich gezeuget eben / Begehr von mir, ich will dir geben /
Zürn erb die Heiden um und um. Die ganze Welt, ist mein Bedenken, /
Will ich dir einzunehmen schenken / Sie soll dir sein zum Eigentum.

Du sollst die Leut zum G'horsam bringen / Und deiner Herrschaft unterzwingen /
Mit einem eis'nen Zepter gut / Sollst alles auch damit zuschmeißen /
Und gleich ei'm Hafengut*) zuspreißen / Was sich gen dich auflehnen tut.

Darum ihr König' hoch von Stande / Ihr Richter, Obersten im Lande /
Braucht Witz, lasst euch berichtet sein: Dienet mit aller Furcht dem Herren /
Seid froh vor ihm zu seinen Ehren / Und zittert vor dem Grimmen sein.

Küsset den Sohn nach allen Pflichten / Lasst seiner Zuchtlehr euch berichten /
Und nehmet sie gutwillig an. Damit sein Eifer nicht ergrimme /
Und ihr dann unter seinem Grimme / Entwichet von der rechten Bahn.

Wenn er sein' Zorn schrecklichermaßen / In Kurzem wird anbrennen lassen /
Wie eine schwere Feuerglut. Selig sind all, die ihm vertrauen /
Der' Hertz ohn' wankelmutig Grauen / Auf ihn sich gar verlassen tut.

 *) letzte zwei Buchstaben unlesbar: "haffeng**"

English.png English text

by Christoph Dalitz 2016

Why do the Gentiles storm in rage / And do in foolish things engage /
Are full of anger in their brain? The nations ponder rascal schemes /
Things that are evil and blaspheme / Yet all their efforts are in vain.

The rulers of the earth unite / In ruthless misuse of their might /
And with all nobleness forgone. They flock together and arise /
Against the ruler of the skies / Against the LORD and Christ his son.