Lobet, ihr Knecht, den Herren, SWV 211 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-04)  CPDL #59507: 
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 65 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 78 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-04).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-09-22)  CPDL #46441:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-22).   Score information: A4, 1 page, 44 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: Lobet, ihr Knecht, den Herren, SWV 211
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 113
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 113
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 112
Description: Psalm 113 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 113.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Lobet, ihr Knecht, den Herren,
Sagt ihm von Herzen Ehr und Preis,
Gebt seinem Namen Ehre,
Und rühmt ihn hoch mit treuen Fleiß,
Allzeit gelobt muss werden
Des Herren Gütigkeit
Wohl hier auf dieser Erden
Und dort in Ewigkeit,
So weit die Sonne gehet
Und scheint in alle Land,
Sein heilger Nam erhöhet
Wird aller Welt bekannt.

2  Der Herr ist hoch erhaben
Über die Heiden in der Welt,
Durchs Wortes Gnad und Gaben
Ihm werden sie zu Dienst bestellt,
So weit der Himmel reichet
Sein Ehr geht weit und fern,
Wer ist, der sich vergleichet
Mit unserm Gott und Herrn?
Er hat sich hoch gesetzet,
Hält doch in Augen wert,
Was niedrig ist geschätzet
Im Himmel uns auf Erd.

3  Obgleich der Arm muss liegen
Unwert ein Zeit in Staub und Kot,
Für jedermann sich biegen,
Traut er nur Gott, so hat's kein Not,
Manch arm Kind steht dahinten,
Sucht sein Brot vor der Tür,
Gott weiß es doch zu finden,
Zeucht's aus dem Staub herfür
Und setzt es an die Seite
Dem Fürsten in dem Land,
Dem Fürsten und viel Leuten
Kommt Heil durch seine Hand.

4  Gott seinen reichen Segen
In Gnad den Frommen schickt zu Haus,
Tut ihn'n oftmals begegnen,
Wenn alle Hoffnung scheinet aus,
Dem Weib, das Leid und Schmerzen
Trug von Unfruchtbarkeit,
Gab Gott, dass sie konnt herzen
Ihrs Leibes Frucht in Freud,
Die Kindr im Haus umspringen,
Die Gott bescheret hat,
Wer wollt nicht fröhlich singen
Von solcher reichen Gnad?

German.png German text

Original spelling:
1  Lobet/ ihr Knecht/ den HERREN/
Sagt ihm von Hertzen Ehr und Preyß :/:
Gebt ſeinem Namen Ehre/
Und rühmt ihn hoch mit trewen Fleiß/
Allzeit gelobt mus werden
Des HErren Gütigkeit
Wol hier auff dieſer Erden
Und dort in Ewigkeit/
So weit die Sonne gehet
Und ſcheint in alle Land/
Sein heilger Nam erhöhet
Wird aller Welt bekand.

2  Der HERR iſt hoch erhaben
Uber die Heiden in der Welt :/:
Durchs Wortes Gnad und Gaben
Ihm werden ſie zu Dienſt beſtellt/
So weit der Himmel reichet
Sein Ehr geht weit und fern/
Wer iſt/ der ſich vergleichet
Mit unſerm Gott und HErrn?
Er hat ſich hoch geſetzet/
Helt doch in Augen werth/
Was niedrig iſt geſchetzet
Im Himmel uns auff Erd.

3  Obgleich der Arm mus liegen
Unwerth ein Zeit in Staub und Kot :/:
Für jedermann ſich biegen/
Trawt er nur Gott/ ſo hats kein Noth/
Manch arm Kind ſteht dahinden/
Sucht ſein Brod für der Tür/
Gott weis es doch zu finden/
Zeuchts aus dem Staub herfür
Und ſetzt es an die Seite
Dem Fürſten in dem Land/
Dem Fürſten und viel Leuten
Kompt Heil durch ſeine Hand.

4 . GOtt ſeinen reichen Segen
In Gnad den Frommen ſchickt zu Hauß :/:
Thut ihnn offtmals begegnen/
Wenn alle Hoffnung ſcheinet aus/
Dem Weib/ das Leid und Schmertzen/
Trug von Unfruchtbarkeit/
Gab Gott/ daß ſie kunnt hertzen
Ihrs Leibes Frucht in Frewd/
Die Kindr im Hauß umbſpringen/
Die Gott beſcheret hat/
Wer wolt nicht fröhlich ſingen
Von ſolcher reichen Gnad?