In Gnaden, Herr, wollst eindenk sein, SWV 237 (Heinrich Schütz)

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Original pitch:
1628 Version: (MS) (OS)   Score information: A4, 2 pages, 62 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 69 kB   
Transposed down a fourth:
1628 Version: (MS) (OS)   Score information: A4, 2 pages, 71 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-10).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling. {{MXL}
  • (Posted 2017-10-02)  CPDL #46584:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-02).   Score information: A4, 1 page, 32 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: In Gnaden, Herr, wollst eindenk sein, SWV 237
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 132
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 132
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 137
Description: Psalm 132 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 132.

German.png German text

Modernized spelling:
1  In Gnaden, Herr, wollst eindenk sein
Des Gsalbten dein,
Davids und seinem Leiden,
Er hat ein hohen Schwur getan,
Der selig Mann,
Gelobt mit eim Eide
Dem starken Gott,
Herrn Zebaoth,
Der Israel
Ihm hat erwählt,
Führt sie in seinem G'leite.

2  Ich will nicht gehn zur Hütten ein
Des Hauses mein,
Will mich zu Bett nicht legen,
Mein Augen sollen schlafen nit,
Mein Augenlid
Soll keiner Ruh nicht pflegen,
Bis ich die Statt
Erfunden hab
Zur Wohnung sein,
Dem Herren mein,
Der Jakob mächtig segnet.

3  Wir hören, dass die Stätt sei da
In Ephrata,
Im Feld des Walds erfunden,
Wir wollen in sein Wohnung gahn
Und beten an
Vor seinen Füßn hierunten,
Erheb dich, Herr,
Mit Macht und Ehr,
Und stell dich ein
Zur Ruhe dein,
Du und die Lad des Bundes.

4  Lass deine Priester einher gehn
Und vor dir stehn
Mit Grechtigkeit bekleidet,
Damit die lieben Heilign dein
Sich herzlich freun
Jetzt und zu allen Zeiten,
Von uns nicht wend
Das Regiment,
Dein'n Gsalbten führ,
Dass er regier
Durch dein Gnad Land und Leute.

5  Der Herr hat David vor der Zeit
Ein wahren Eid
Teuer und hoch geschworen,
Davon wird er sich wenden nicht,
Was Gott verspricht,
Das bleibt wohl unverloren,
Ich hab gesagt
Und wohl bedacht,
Auf deinem Stuhl
Stets sitzen soll
Die Frucht deins Leibs erkoren.


 

6  Wenn auch hernach die Kinder dein
Fromm werden sein
Und meinen Bund lan walten,
Dass sie mein Zeugnis ohn Beschwer,
Wie ich solchs lehr,
Von Herzen werden halten,
Soll ihr Geschlecht
Haben das Recht,
Dass nimmermehr
Der Stuhl sei leer,
Das Reich solln sie verwalten.

7  Der Herr hat Zion auserwählt,
Seim Herzen gfällt,
An diesem Ort zu bleiben,
Hie will ich wohnen ewiglich
Und lassen mich
Ein'n Gott zu Zion schreiben,
Ich will ihr'r pflegn,
Ihr Speise segn'n,
In Leid und Not
Ihn'n geben Brot,
Den Hunger zu vertreiben.

8  Dem Predigtamt geb ich zu Teil
Segen und Heil,
Damit dasselb gedeihe,
Des sich fromm und gerechte Leut
Zu jeder Zeit
Von Herzen werden freuen,
Es soll bestehn
Und hoch aufgehn
Das Regiment
An allem End,
Das ich David verleihe.

9  Ich habe dem Gesalbten mein
Zu hellem Schein
Ein Leuchte zubereitet,
Wer recht wandelt in diesem Licht,
Der irret nicht,
Wird zum Leben geleitet,
Die Feind mit Leid
Und Schand bekleidt
Mit Schmerzen sehn
Das Reich aufgehn
Herrlich zu allen Zeiten.

German.png German text

Original spelling:
1  In Gnaden/ HErr/ wolſt eindenck ſeyn
Des Gſalbten dein/
Davids und ſeinem Leiden/
Er hat ein hohen Schwur getan/
Der ſelig Mann/
Gelobt mit eim Eyde
Dem ſtarcken Gott/
Herrn Zebaoth/
Der Iſrael
Ihm hat erwehlt/
Führt ſie in ſeinem Gleite.

2  Ich will nicht gehn zur Hütten ein
Des Hauſes mein/
Wil mich zu Bett nicht legen/
Mein Augen ſollen ſchlaffen nit/
Mein Augenlid
Soll keiner Ruh nicht pflegen/
Biß ich die Stad
Erfunden hab
Zur Wohnung ſein/
Dem HErren mein/
Der Jacob mechtig ſegnet.

3  Wir hören/ daß die Stet ſey da
In Ephrata/
Im Feld des Walds erfunden/
Wir wollen in ſein Wohnung gahn
Und beten an
Für ſeinen Füſſn hierunten/
Erheb dich/ HErr/
Mit Macht und Ehr/
Und ſtell dich ein
Zur Ruhe dein/
Du und die Lad des Bundes.

4  Laß deine Prieſter einher gehn
Und für dir ſtehn
Mit Grechtigkeit bekleidet/
Damit die lieben Heilign dein
Sich herzlich frewn
Jetzt und zu allen Zeiten/
Von uns nicht wend
Das Regiment/
Deinn Gſalbten führ/
Daß er regier
Durch dein Gnad Land und Leute.

5  Der Herr hat David vor der Zeit
Ein wahren Eyd
Tewer und hoch geſchworen/
Davon wird er ſich wenden nicht/
Was Gott verſpricht/
Das bleibt wol unverloren/
Ich hab geſagt
Und wohl bedacht/
Auff deinem Stuel
Stets ſietzen ſol
Die Frucht deins Leibs erkoren.


 

6  Wenn auch hernach die Kinder dein
Fromm werden ſeyn
Und meinen Bund lan walten/
Daß ſie mein Zeugnis ohn Beſchwer/
Wie ich ſolchs lehr/
Von Hertzen werden halten/
Soll ihr Geſchlecht
Haben das Recht/
Daß nimmermehr
Der Stuhl ſey leer/
Das Reich ſolln ſie verwalten.

7  Der HErr hat Zion auserwehlt/
Seim Hertzen gfellt/
An dieſem Ort zu bleiben/
Hie will ich wohnen ewiglich
Und laſſen mich
Einn Gott zu Zion ſchreiben/
Ich wil ihrr pflegn/
Ihr Speiſe ſegnn/
In Leid und Noth
Ihnn geben Brot/
Den Hunger zu vertreiben.

8  Dem Predigtampt geb ich zu Theil
Segen und Heil/
Damit daſſelb gedeye/
Des ſich from und gerechte Leut
Zu jeder Zeit
Von Hertzen werden frewen/
Es ſol beſtehn
Und hoch auffgehn
Das Regiment
An allem End/
Das ich David verleihe.

9  Ich habe dem Geſalbten mein
Zu hellem Schein
Ein Leuchte zubereitet/
Wer recht wandelt in dieſem Liecht/
Der irret nicht/
Wird zum Leben geleitet/
Die Feind mit Leid
Und Schand bekleidt
Mit Schmertzen ſehn
Das Reich auffgehn
Herrlich zu allen Zeiten.