Dein Wort, Herr, nicht vergehet, SWV 221 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-06)  CPDL #59558: 
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 66 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-06).   Score information: Unknown   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-09-29)  CPDL #46525:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-29).   Score information: A4, 1 page, 32 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: Dein Wort, Herr, nicht vergehet, SWV 221
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 119
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 119.5
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 123
Description: Psalm 119, pt 5 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 119.

German.png German text

Modernized spelling:

Lamed ל


45  Dein Wort, Herr, nicht vergehet,
Es bleibet ewiglich,
So weit der Himmel gehet,
Der stets beweget sich,
Dein Wahrheit bleibt in Ewigkeit,
Gleichwie der Grund auf Erden,
Durch deine Hand bereit.

46  Es bleibn nach deinem Worte
All Ding in ihrem Stand
Und gehen immerforte
In deim Dienst dir zur Hand,
Wenn dein Wort, Herr, mein Trost nicht wär,
Hätt ich längst müsst vergehen
In meinem Elend schwer.

47  Ich will nimmer vergessen
Dein'n göttlichen Befehl,
Der wird auf allerbeste
Erquicken meine Seel,
Herr, ich bin dein, und du bist mein,
Dein Hilf mir nicht versage,
Wenn ich begehre dein.

48  Auf mich lauern die Feinde,
Sie wolln mich bringen um,
Weil ich dich hab zum Freunde
Ganz ohne Furcht ich bin,
Ich hab alls Dings ein End gesehn,
Allein das Wort des Herren
Wird nimmermehr vergehn.

Mem מ


49  Vor allen mir beliebet
Im Herzen dein Gesetz,
Täglich darin mich übe,
Es ist mein einigr Schatz,
Ich bin weiser durch dein Gebot,
Denn alle meine Feinde,
Ihre Kunst wird zu Spott.

50  Dein Wort macht mich gelehrter,
Als all mein Lehrer sein,
Täglich ich mich berede
Von allen Zeugnis dein,
Von Klugheit keiner war so alt,
Der mir sich konnt vergleichen,
Weil dein Gebot ich halt.

51  Mein Füßen ich stets wehre,
Zu gehn den bösen Weg,
Nach deines Wortes Lehre
Treff ich den richtign Steg,
Von deinen Rechten weich ich nicht,
So bleib ich unverführet,
Weil du selbst leitest mich.

52  Recht wohl muss mir ersprießen
Die Red des Mundes dein,
Denn sie schmeckt mir viel süßer
Als Hon'g und Honigseim,
Dein Wort macht mich recht weis und klug,
Drum hass ich falsche Wege,
Die führen auf Betrug.

Nun נ


53  Ein brennende Luzerne
Mein'n Füßen ist dein Wort,
Dies Licht scheint weit und ferne,
Weist uns des Lebens Pfort,
Ich hab geschworn und bin bereit,
Zu halten fest die Rechte
Deiner Gerechtigkeit.

54  Ich bin gezüchtigt sehre
Durch´s Kreuzes schwere Last,
Nach deim Wort, lieber Herre,
Schaffe mir Ruh und Rast,
Lass dir gefalln das Opfer mein,
Aus willigm Mund und Herzen
Lehr mich die Rechte dein.

55  Ich trag mein arme Seele
In meinen Händen stets,
Deins Worts hab ich kein Hehle,
Vergess nicht dein Gesetz,
Der Gottlos legt mir Strick zum Fall,
Ohn Anstoß werd ich bleiben,
Wenn dein Gesetz ich halt.

56  Dein Zeugnis sollen bleiben
Mein Erb in Ewigkeit,
Das Herzleid sie vertreiben,
Sie sind mein Wonn und Freud,
Mein Herz ich neige mit Begier,
Zu tun nach deinem Willen,
Dieweil ich leb vor dir.

German.png German text

Original spelling:

Lamed ל


45  Dein Wort Herr nicht vergehet/
Es bleibet ewiglich
So weit der Himmel gehet/
Der ſtets beweget ſich/
Dein Warheit bleibt in Ewigkeit/
Gleichwie der Grund auff Erden/
Durch deine Hand bereit.

46  Es bleibn nach deinem Worte
All Ding in ihrem Stand
Und gehen immerforte
In deim Dienſt dir zur Hand/
Wenn dein Wort/ HERR mein Troſt nicht wer/
Hett ich lengſt müſt vergehen
In meinem Elend ſchwer.

47  Ich wil nimmer vergeſſen
Deinn göttlichen Befehl
Der wird auff allerbeſte
Erquicken meine Seel/
HErr/ ich bin dein/ und du biſt mein/
Dein Hülff mir nicht verſage/
Wenn ich begere dein.

48  Auff mich lawren die Feinde/
Sie wolln mich bringen umb
Weil ich dich hab zum Freunde
Gantz ohne Furcht ich bin/
Ich hab alls Dings ein End geſehn/
Allein das Wort des HErren
Wird nimmermehr vergehn.

Mem מ


49  Für allen mir beliebet
Im Hertzen dein Geſetz
Täglich darin mich übe/
Es iſt mein einigr Schatz/
Ich bin weiſer durch dein Gebot/
Denn alle meine Feinde/
Ihre Kunſt wird zu Spott.

50  Dein Wort macht mich gelehrter/
Als all mein Lehrer ſeyn
Täglich ich mich berede
Von allen Zeugnis dein/
Von Klugheit keiner war ſo alt/
Der mir ſich kunt vergleichen/
Weil dein Gebot ich halt.

51  Mein Füſſen ich ſtets wehre/
Zu gehn den böſen Weg
Nach deines Wortes Lehre
Treff ich den richtign Steg/
Von deinen Rechten weich ich nicht/
So bleib ich unverführet/
Weil du ſelbſt leiteſt mich.

52  Recht wohl muß mir erſpriſſen
Die Red des Mundes dein/
Denn ſie ſchmeckt mir viel ſüſſer
Als Hong und Honigſeim/
Dein Wort macht mich recht weiß und klug/
Drumb haß ich falſche Wege/
Die führen auff Betrug.

Nun נ


53  Ein brennende Lucerne
Meinn Füſſen iſt dein Wort
Diß Liecht ſcheint weit und ferne/
Weiſt uns des Lebens Pfort/
Ich hab geſchworn und bin bereit/
Zu halten feſt die Rechte
Deiner Gerechtigkeit.

54  Ich bin gezüchtigt ſehre
Durchs Creutzes ſchwere Laſt
Nach deim Wort lieber HErre/
Schaffe mir Ruh und Raſt/
Las dir gefalln das Opffer mein/
Aus willigm Mund und Hertzen
Lehr mich die Rechte dein.

55  Ich trag mein arme Seele
In meinen Händen ſtets
Deins Worts hab ich kein Heele/
Vergeß nicht dein Geſetz/
Der Gottloß legt mir Strick zum Fall/
Ohn Anſtoß werd ich bleiben/
Wenn dein Geſetz ich halt.

56  Dein Zeugnis ſollen bleiben
Mein Erb in Ewigkeit
Das Hertzleid ſie vertreiben/
Sie ſind mein Wonn und Freud/
Mein Hertz ich neige mit Begier/
Zu thun nach deinem Willen/
Dieweil ich leb für dir.


German.png German text

Text provided by the blankenburg edition:
45  Dein Wort, Herr, nicht vergehet, es bleibet ewiglich,
so weit der Himmel gehet, der stets beweget sich,
dein Wahrheit bleibt in Ewigkeit,
gleichwie der Grund der Erden, durch deine Hand bereit.

46  Es bleib'n nach deinem Worte all Ding in ihrem Stand
und gehen immerforte im Dienste dir zu Hand.
Wenn dein Wort, Herr, mein Trost nicht wär,
hätt ich längst müßt vergehen in meinem Elend schwer.

47  Ich will nimmer vergessen dein göttlichen Befehl,
der wird aufs allerbeste erquicken meine Seel.
Herr, ich bin dein, und du bist mein,
dein Hülf mir nicht versage, wenn ich begehre dein.

56  Dein Zeugnis sollen bleiben mein Erb in Ewigkeit,
das Herzleid sie vertreiben, sie sind mein Wonn und Freud,
mein Herz ich neige mit Begier,
zu tun nach deinem Willen, dieweil ich leb vor dir.